Im Namen des Flusses

Gib der Mur deine Stimme!

Die Zeit fließt, die Mur bald nicht mehr!

Ich lebe in der kleinen, gemütlichen Stadt Graz im Süden Österreichs, mit der grünen Lebensader Mur, die sich durch die Stadt schlängelt. Gesäumt von tausenden, alten Bäumen, Sträuchern und Gestrüpp. Ein grünes Kleinod. Im Sommer ist es einfach herrlich direkt am Ufer zu sitzen, die Füße im kühlen Wasser baumeln zu lassen, das lebendige Plätschern des Wassers in sich aufzunehmen, das den Autolärm überdeckt und den kühlen Schatten der Bäume zu genießen.

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Nun muss ich euch leider sagen, dass durch Sondergenehmigungen und blablabla, die die Schutzbestimmungen aushebeln, dieses urbane Paradies dem Untergang geweiht ist.

Eine weitere Staustufe soll kommen. Diesmal direkt in der Stadt. Das heißt, vom Augarten bis nach Puntigam: KAHLSCHLAG. Dieser soll am 15. Oktober 2016 beginnen.

Kein Baum, kein Strauch, kein Tier wird überleben. Auf viele Kilometer wird es Jahre lang eine riesige Baustelle geben, die Millionen verschlingt (unsere Armen werden sich auch diesen Winter das Heizen nicht leisten können) und damit beworben wird, dass wir endlich regionalen Strom bekommen. 

Sie sagen uns, dass wir den Strom brauchen
Sie sagen uns, dass es die Chance für Graz ist sich zu modernisieren
Sie sagen uns, dass durch die Staustufe mitten in der Stadt wir viel besser vor Hochwasser geschützt sind
Sie sagen uns, dass es ein cooles Einkaufszentrum auf dem Kraftwerk geben wird
Sie sagen uns, dass eine Gondel entlang der Mur eine tolle Möglichkeit ist das öffentliche Verkehrsnetz zu erweitern
Sie sagen uns, dass „dieses Gestrüpp“ uns die Sicht auf die wunderschöne Mur versperrt und es deshalb weggehört
Sie wollen uns weismachen, dass ein stehendes, verschlammtes, totes Gewässer neue Lebensqualität für die Stadt bringt
Sie sagen uns NICHT, dass bei einer Beteiligung durch Wien ein Teil des Stromes nach Wien geht
Sie sagen uns NICHT, dass dieses Millionen Projekt sich nie wirklich tragen wird
Sie sagen uns NICHT, dass das Grundwasser steigen wird
Sie verkaufen uns überschwemmte Keller, die Rodung von mehreren Tausend Bäumen (Sträucher nicht mitgezählt), die Tötung der Kleintiere entlang der Mur und die Tötung der Fische, meterhohe Dämme ohne Schatten spendenden Kleinwäldern als DAS Jahrhundert Projekt, dass es zu unterstützen lohnt, weil wir dann endlich regionalen Strom haben und eine klare unversperrte Sicht auf unsere liebe Mur.

Stefan Huber hat die FB Seite „Nature City“ eröffnet, auf der er alle aufruft der Mur Stimme und Gesicht zu geben (und allen anderen gefährdeten Grünoasen in Städten). Macht ein kurzes Video oder Fotos und teilt sie in den Sozialen Medien, wenn auch ihr für die Erhaltung dieses Lebensraumes seid!!!

Hier gibt es noch weitere Infos:

Rettet die Mur

Mur findet Stadt

WWF Studie

#FingerwegvonderMur #Murretten #unsereLebensqualität

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