Wieviel kostet ein Rohkosttag, letzter Teil

Heute endet das Experiment „Wieviel kostet ein Bio Rohkosttag“. Die letzten Tage habe ich mir die Frage gestellt: „Können sich nur Besserverdienende Bioware leisten und ist es möglich mit dem Tagessatz von € 6,00 aus der Mindestsicherung durchzukommen?“ Dazu habe ich die Gerichte genau kalkuliert. Bis jetzt habe ich für Frühstück und Mittagessen € 4,30 ausgegeben (siehe Bericht von gestern). Bleiben für das Abendessen noch € 1,70. Ob sich das mit meinem geplanten Gericht „Rote Rübentaschen mit Avocado“ ausgeht, seht ihr hier.

Rote Rübentaschen
50 g Bio Rote Rübe in dünnen Scheiben 2,49/kg – € 0,13

Zucchiniaufstrich
100 g Bio Zucchini 4,49/kg – € 0,50
20 g Bio Sesam hell 10,58/kg – € 0,21
5 ml Bio Sesamöl 5,50/100 ml – € 0,28
1/2 Bio Knoblauchzehe, Salz und nochmals Sesam als Deko habe ich mit € 0,15 berechnet.
1/2 Bio Avocado 1,99/Stk. – € 1,00
Gesamtkosten: € 2,27

Das ist das bisher teuerste Gericht. Damit überschreite ich den Tagessatz von € 6,00 um 0,57 Cent. Smoothies, frisch gepresste Säfte und Snacks für zwischendurch sind da schon längst nicht mehr drin. Es sei denn, man hat die Möglichkeit überschüssiges Obst und Gemüse gratis zu bekommen und baut viel frische Wildkräuter ein (die nicht nur kostenlos sind, sondern auch sehr wertvoll für eine ausgewogene Ernährung). Je einfacher die Ernährung, und die muss deswegen keinesfalls langweilig und fade sein, desto leichter ist es möglich den Tagessatz einzuhalten.

Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Freue mich über eure Berichte!

Hier geht es zu den vorhergehenden Artikeln zu diesem Thema:
Wieviel kostet ein Rohkosttag Teil 3
Wieviel kostet ein Rohkosttag Teil 2
Wieviel kostet ein Rohkosttag

 

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5 Kommentare Gib deinen ab

  1. Martin sagt:

    Hi,
    vielen Dank für das Experiement und den zugehörigen Bericht. Ich fand das wirklich sehr interessant! 🙂
    Wie aber schon bei meinem Kommentar vorgestern angemerkt würde ich es wirklich spannend finden, mal auf die gleiche Weise zu überprüfen, wieviel Kalorien sowie Kohlenhydrate, Protein und Fett ein solcher beispielhafter Rohkosttag liefert.
    Die kostenlose Internet-Datenbank FDDB liefert hierfür eine tolle Grund, da bei Gemüse und Früchten meistens keine Nährwerte angegeben sind.
    Würdest Du das eventuell demnächst auch in Angriff nehmen? 🙂
    lg Martin

    1. Tilia sagt:

      Hallo Martin,
      Ich zähle keine Kalorien, habe ich noch nie getan. Ich gehe nach meinem Gefühl, ist zwar für die meisten nicht wissenschaftlich genug, aber mir geht es gut damit 😉
      Die von dir genannte Datenbank liefert eine gute Übersicht. Da kannst du selber jederzeit nachsehen.

      Ich habe für dich das heutige Gericht grob berechnet:
      Gesamt Kalorien: 336 kcal
      Gesamt Protein: 7,70 g
      Gesamt Fett: 27,80 g

      Hilft dir das?

      Lg, Tilia

  2. Martin sagt:

    Hi,

    mir ist schon klar, dass bei weitem nicht jeder seine Kalorien zählt. Muss auch gar nicht sein.

    Mir geht es aber darum, mal prinzipiell zu klären, ob mit den üblichen Portionsgrößen durch Rohkost-Ernährung eine ausreichende Kalorienzufuhr gewährleistet werden kann.

    Deshalb habe ich jetzt mal deinen kompletten Tag (über die drei Artikel hinweg) durchgerechnet.

    Gesamtkalorien: 1.119 kcal
    Gesamtkohlenhydrate: 104 g
    Gesamtprotein: 40 g
    Gesamtfett: 56 g

    Zum Vergleich: Eine Frau mit 55 kg auf 165 cm Körpergröße im Alter von 25 Jahren verbraucht täglich bei ausschließlich sitzender Tätigkeit (!) schon 1.990 kcal.

    Ganz abgesehen davon, ist die Verteilung der Makronährstoffe hier alles andere als ideal (viel zuviel Fett, zuwenig Kohlenhydrate, Protein hart an der Grenze).

    Ich weiß, dass sich viele Leute mit Rohkost ernähren und Rohkost viele Vorzüge hat. Wenn man deinen „Beispieltag“ aber als repräsentativ bezeichnen kann (Kann man das?), wäre mein Schluss, dass man damit unmöglich satt werden, geschweige denn körperlich aktiv sein kann und bereits mittelfristig Probleme haben wird, sein Gewicht zu halten.

    1. Tilia sagt:

      Oh, super! Danke dir! Wie interessant.
      Ich habe für dieses Experiment Gerichte gewählt, die mir gerade eingefallen sind. Es stimmt, das war ein sparsamer Tag. Ist auch nicht jeder Tag gleich. Ich bereite mir selten Gerichte zu, esse meist mono und instinktiv (und eben nicht immer roh).
      In meinem Essensalltag kommen noch Weizengras- oder Gerstengrasshots und frisch gepresste Säfte hinzu und Cracker hinzu. Und ab Frühling wieder jede Menge frische Wildkräuter (gibt es dafür auch einen Rechner?). Im Winter ist mir öfter mal nach etwas mehr Fett. Das ändert sich immer ab dem Frühjahr. Dann gibt es auch wieder mehr Obst und Beeren.
      Wenn man sich zu 100% von Rohkost ernährt, achtet man auch viel mehr auf den Nährstoffgehalt, weil man sich einfach viel bewusster ernährt. So achtsam bin ich noch nicht 😉

      1. Martin sagt:

        Ich denke der Makronährstoffgehalt von Kräutern geht gegen null (wie auch bei Salat). Deren Stärken liegen rein bei den Mikronäh- und sonstigen Stoffen.
        Als Ergänzung zu „herkömmlicher“ Ernährung ist das eine oder andere Rohkostgericht sicher eine tolle Sache. 🙂
        Mit Snacks und Smoothies (die sich hier mit den € 6,-/Tag eben nicht mehr ausgegangen sind) könnte das dann mit den Kalorien vielleicht sogar annähernd hinkommen. Der Fettanteil ist dann zwar noch immer zu hoch, aber das gefühlt stärkere Verlangen nach Fett im Winter macht durchaus Sinn bzw. ist legitim.

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