Wieviel kostet ein Rohkosttag?

Das Thema #armeleuteessen der letzten Biorama Ausgabe hat mich nachdenklich gestimmt. Ist biologisches Essen und Nachhaltigkeit nur etwas für Besserverdienende? Und können sich Menschen mit sehr begrenztem Budget auch nur low budget Essen leisten?

Ich denke ja oft nicht groß darüber nach, ob ich 3 Supermärkte weiter etwas für die Hälfte Geld bekommen könnte. Ich will Bioware, das ist mein Kriterium. Das war aber auch nicht immer so. Früher mal war mir die Qualität egal. Ich habe überhaupt nicht darüber nachgedacht, wo etwas angebaut, wie etwas verarbeitet wird, welche Auswirkungen es auf Mensch, Tier und Umwelt hat. Ich war unbewusst. Und ich hatte Phasen in meinem Leben, wo es darum ging auch am nächsten noch Tag essen kaufen zu können. Das ist lange her und ich denke heute oft nicht mehr daran. Doch für viele, viele Menschen ist das Alltag. Nicht zu wissen ob das Geld für Essen und Heizung reicht.

€ 6,00 pro Tag ist in der österreichischen Mindestsicherung für Essen gedacht. 

Mich interessiert, wie weit weg Bio (Gourmet) Rohkost von diesem Tagessatz ist und wie es möglich ist diesen doch zu schaffen. Dazu habe ich Frühstück, Mittagessen (Suppe, Hauptspeise, Dessert) und Abendessen zusammengestellt, recherchiere die Preise, schreibe Rezepte und kalkuliere die genauen Kosten für die Gerichte. Dann werde ich die Gerichte solange anpassen, bis ich auf die € 6,00 komme.

Ein Experiment über das ich in nächster Zeit hier berichten werde.

Was glaubt du? Ist das zu schaffen? Biorama ruft unter dem hashtag #armeleuteessen zum Selbstversuch auf. Vielleicht bist auch du neugierig, machst mit und berichtest über deine Erfahrungen!

Update
Hier geht es zum ersten Bericht

 

Jetzt erhältlich! Das neue Buch „Schokolade – Himmlische Rohkost Rezepte“. Feine Torten, Kuchen, Fudges, Pralinen, Getränke uvm. Von einfach bis zur Gourmetrohkost. Inkl. Anleitung zum Herstellen von Pflanzenjoghurt und Rohkostmehlen. Weitere Infos hier…

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7 Kommentare Gib deinen ab

  1. Ica sagt:

    Sehr interessanter Versuch! Ich muss mir auch öfter anhören, dass man sich das gesunde/nachhaltige/verpackungsfreie Leben leisten können muss. Habe allerdings festgestellt, dass es mich billiger kommt, seit dem ich so bewusst einkaufe und überwiegend vegan esse. Es gab mal ein Buch (arm aber Bio), bei dem ein ähnlicher Selbstversuch gestartet wird: ein Monat mit dem Hartz4 Satz Bio zu essen. Dafür muss man halt viel selber kochen, Fertigzeug ist da ausgeschlossen… War spannend zu lesen, bin gespannt, wie es bei dir rohköstlich klappt! LG

    1. Tilia sagt:

      Hallo Ica, ich bin selber schon sehr gespannt. Es wird bestimmt eine interessante Erfahrung werden. Der Hartz4 Satz ist ja deutlich unter unserer Mindestsicherung, habe ich gelesen. Das ist schon ne ziemliche Herausforderung.
      Ich glaube auch, dass man viel selber machen muss. Aber das ist bei Rohkost ja ohnehin der Fall. Lg, Tilia

  2. Hallo Tilia 🙂

    Mir ging es früher so wie dir. Da war ich auch nicht „bewusst“, was die Qualität der Lebensmittel anging.
    Seit ein paar Jahren arbeite ich für einen BioHof, auf Wochenmärkten, und das hat meine Einstellung natürlich gehörig geändert. Mittlerweile lebe ich vegan und versuche möglichst viel in Bio Qualität zu kaufen.

    Dein Experiment finde ich klasse. Ich werde es mit großem Interesse verfolgen. Generell glaube ich ja an den Spruch: „Wo ein Wille, Da ein Weg“
    Für 6Euro am Tag Bio-vegan zu leben, halte ich jedenfalls für machbar.
    Ich hab selber schon mehrfach überlegt mich eine Zeit lang nur aus unserer Sammelkiste zu ernähren (da landet all das „unverkäufliche“ Obst und Gemüse drin, das ne Katsche oder Schimmelstelle hat. Ist echt ne Schande, was da manchmal so auf dem Kompost landen soll.)…

    Obwohl ich selber viel Rohkost esse kenne ich mich mit der tatsächlichen Lebensweise nicht so gut aus. Ich bin echt gespannt ob und wie du das hinbekommst.

    Liebe Grüße
    Jenny

    1. Tilia sagt:

      Hallo Jenny! Es wird für mich jedenfalls eine Herausforderung, denn ich mag mich um die Details (kostet etwas 20 Cent mehr oder weniger) ja nicht kümmern. Ich möchte für dieses Experiment ganz bewusst nur gekauftes verwenden, da nicht alle die Möglichkeit haben Wildkräuter zu sammeln oder zu überschüssigem Gratis-Gemüse und Obst vom Biobauern zu kommen. Dumpstern liegt ja auch nicht jedem Menschen. Ich werde im Vergleich auch die Preise für die Zutaten aus konventioneller Herstellung recherchieren.
      Lg, Tilia

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