Zwiebelbrot (rohvegan)

Über Weihnachten und Neujahr hatten wir unsere Lokale (jetzt sind es schon zwei 😉 ) für etwa 2 Wochen geschlossen. Nein, wir gehören trotzdem nicht zu den Reichen & Mächtigen dieser Welt. Kaum zu glauben, was?
Eine Woche davon können wir wirklich als Urlaub nutzen, während die andere Woche bereits wieder mit Arbeiten (im Hintergrund) verbracht wird.

Florenz ist eine schöne Stadt, wenn auch im Dezember schon etwas kühl und ein klein wenig ungemütlich. Die Cafés und Restaurants haben trotzdem die Türen offen um die wenigen Touristen, die meinen sie müssten die Weihnachtsfeiertage im Ausland verbringen, die Hürde des Eintretens in ungewohnte Gefilde zu erleichtern. Eine frisch-zugige Angelegenheit. Für Wetter optimistische Touris (schließlich ist man ja im Süden), wie mich, eine Herausforderung.

Aber ich schweife ab. Seit wir einen großen Anteil Rohkost in unsere Ernährung eingebaut haben, sorge ich auch für einen entsprechenden Reiseproviant. Nicht nur für die Anreise, sondern auch für die ersten Tage, bis Obst- und Gemüseläden gefunden werden. Von Florenz wusste ich, dass es einen großen Markt – neben vieler kleinerer – gibt. Den Mercato centrale im alten Bahnhofsgebäude. Reiseführer und Onlineportale schwärmen von der wunderschönen alten Fachwerkskonstruktion, die dem Markt einen einzigartigen Charme gibt. Meine Vorfreude war groß. Genauso wie die ausbleibende Euphorie beim Betreten. Anscheinend ist in der Wintersaison der oberste Stock, die Etage für Obst und Gemüse gesperrt. Aber nur von da aus sieht man die Konstruktion. Vom Erdgeschoss aus bekommt man von der architektonischen Leistung nichts mit. Unzählige Stände und Gerüche drängen sich aneinander. Die Fleischstände sind eindeutig in der Mehrheit. Ganz hinten gibt 4 oder 5 Obst-Gemüsestände, die wie Stände auf unseren Bauernmärkten aussehen. Doch die aufgerissenen Plastikverpackungen unter den Tischen erzählen eine andere Geschichte.

Trotzdem haben wir uns dort mit frischem Obst und Gemüse eingedeckt. Denn auch bei den kleineren Ständen in der Stadt gab es kein Bio und auch da waren wir uns nie sicher ob die Ware nicht doch aus dem Großhandel stammt. Um so glücklicher war ich, einiges von zu Hause mitgebracht zu haben. So hatten wir zumindest Kresse, Sprossen und Rohkost Brot in höchster Qualität.


Brotbacken

Brotbacken2

Zwiebelbrot4

 

Zwiebelbrot2

Alle Zutaten in Rohkostqualität und aus biologischem Anbau, soweit möglich und erwünscht.

Was du brauchst
1 Tasse Waldstaude (Ur Roggen) gekeimt, getrocknet und grob gemahlen
1/2 Tasse Leinsamen grob geschrotet und eingeweicht
1/4 Tasse Hanfsamen ungeschält, gekeimt, getrocknet und gemahlen
1-2 TL Flohsamenschalen
1 kleine Zwiebel
1 Dattel (Medjoul) oder Dattelpaste
etwas Salz
etwas Wasser

Was du tust
Zwiebel fein hacken. Dattel fein schneiden und mit etwas Wasser zu einer dicken Paste rühren. Die Zwiebel dazu geben und 1-2 Stunden (oder länger) ziehen lassen.
Die Mehle mit Flohsamenschalen und etwas Salz in einer Schüssel vermengen. Dann die Zwiebelmasse dazugeben und verrühren. Wasser zugeben bis ein festerer Teig entsteht und sich ein Laib formen lässt.
Den Laib auf ein Dörrgitter legen und etwa 2 Stunden im Dörrofen bei 40° antrocknen lassen. Wenn sich eine Kruste gebildet hat, rausnehmen, in Scheiben schneiden und die Scheiben weiter, bis zur gewünschten Konsistenz, trocknen lassen.

Durch die Datteln werden die Zwiebel mild süß und erinnern ein klein wenig an ein Zwiebelbaguette.

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5 Kommentare Gib deinen ab

  1. Hallo, ich möchte gerne wissen zu welchem Zeitpunkt du welche Zutaten durch diese spezielle Quetsche drückst? Was ist das für eine Handmühle und wo bekomme ich das in der Steiermark? Hast du für Dörrgerät auch einen Tipp? (Hab ein Rohr, jedoch damit ist es mit diesen speziellen Rezepten zu schwierig für mich zu arbeiten). Danke für die Auskünfte.

    1. Tilia sagt:

      Hallo Sandra,
      ich habe das nacheinander gemacht. Da gibt es bei mir keine bestimmte Reihenfolge. Oder verstehe ich deine Frage falsch?
      Das ist eine einfache Mohnquetsche. Sollte es in jedem herkömmlichen Haushaltswarengeschäft geben. Ich habs sie beim Rauch in Graz gekauft.
      Mein Kriterium bei der Auswahl des Dörrgerätes war ein Testbericht. Dabei kam man zu dem Schluss, dass der Dehydrator von Sedona die Temperatur konstant hält und der Excalibur deutliche Schwankungen hat.
      Liebe Grüße, Tilia

      1. Danke für deine Antwort von deiner Tilia Rohkostwelt. Also verwendest du statt einer Getreidemühle für alles diese Mohnmühle. mhm das kann ich auch mal probieren.

        Danke.

      2. Tilia sagt:

        Ich verwende recht selten Getreide. Deshalb brauche ich keine Getreidemühle und hab mir so beholfen.

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