Wenn Essen Schmerzen verursacht

Wenn Essen Schmerzen verursacht, so sollte man es doch sein lassen. Nicht generell das Essen. Sondern die Nahrungsmittel und Gerichte, von denen man vorher schon weiß, dass sie einem nicht gut tun. Doch was, wenn man es einfach nicht lassen kann? Was steuert uns da? Sind es innere Suchtprogramme oder ein Selbstzerstörungsmechanismus oder einfach nur Dummheit? Mir geht es im Moment so. Ich weiß ganz genau, wenn ich dies oder jenes esse, dann fühle ich mich danach schlapp, vollgestopft und bin aufgebläht (und das obwohl ich keine ärztlich nachweisbare Allergie oder Unverträglichkeit habe).

Heute möchte ich euch mal erzählen, wie es mir bisher mit Rohkost ergangen ist.

Nun hab ich mich wochenlang hauptsächlich von Rohkost ernährt (ca. 70-100%) und es ging mir einfach blendend! Gut, zwischendurch hatte ich einen langen Urlaub, den ich mit viel Ruhe und Kreativität genossen habe. Was nun genau und einzig allein der Grund für mein Befinden während dieser Wochen war, kann ich nicht sagen. Oder doch! Ich bin der Überzeugung, dass mir der Urlaub geholfen hat mich hauptsächlich von Rohkost zu ernähren. Keine Küchengerüche in der Arbeit, kein Abschmecken von Kuchen, Pralinen, Tartes und und und. Doch war es wahrscheinlich auch nicht alleine die Ernährung.

So wie immer alles ein Zusammenspiel von Vielem ist, ist es bestimmt auch hier. Ruhe, Erholung, lebendiges Essen, Sonne, Freude & Leichtigkeit.

Wochenlang hatte ich viel mehr Energie, gute Laune und unzählige Ideen. Konnte durchschlafen, bin erholt aufgestanden. Hatte keine verstopfte Nase (die habe ich seit Jahren!), keine Schuppenflechte, keinen Blähbauch (hab ich seit meiner Kindheit) und keine Rückenschmerzen (aufgrund eines alten Bandscheibenvorfalls laut Arzt). Nach mehr als einem halben Jahr arger Rückenschmerzen schmerzfrei zu sein ist WUNDERvoll!

Dann ging der Alltag wie gewohnt weiter und ich bin „rückfällig“ geworden. Habe Gusto und Gier nachgegeben und alles Mögliche und Unmögliche in mich hineingestopft. Es hat sich in mir Trotz breitgemacht. Wie ein kleines Mädchen, das mit dem Fuss aufstampft und schreit: ABER ICH WILL ES, SOFORT!!! Sollte ich  nie mehr gebackenen Käse, Pommes, Burger und Schokolade essen? Und so wie ich das gerade schreibe, wundere ich mich. Ich hab doch früher keine Pommes und Burger gegessen. Fast food war bei mir nicht auf dem Speiseplan (vielleicht einmal im Jahr). Kein indisches, japanisches, thailändisches Essen? Kein Kaffee trinken gehen, kein Flanieren in der Stadt mit einem Eis… Das war für mich wohl zu viel Verzicht. Oder aber innere Suchtprogramme sind aktiver geworden aus Angst ausgelöscht zu werden.

Wie auch immer. Der totale Rückfall zur Kochkost (mein Rohkostanteil liegt grad mal bei 20-40%) hat zwar meinen inneren Trotz befriedigt, doch auch alle Unzulänglichkeiten zurück gebracht. Zuerst mal musste ich mir die erste Pizza mit aller Mühe reinstopften (Trotz und Gier waren grenzenlos) und mit grauenvoll schmerzendem Magen (als würde er zerrissen werden) verdauen. Am nächsten Tag hab ich dann schon wieder Taschentücher gebraucht um meine Nase frei zu machen. Die Bauchschmerzen wurden weniger. So hab ich gleich mit Süßigkeiten und Weißmehlprodukten weiter gemacht. Jetzt bin ich am gleichen Stand wie früher. Rückenschmerzen, verstopfte Nase, Schuppenflechte, Blähbauch, Gereiztheit, Trägheit…

Ich glaube, dass meinem Körper etwas an Vitalstoffen fehlt und er aus Mangel an Erfahrung auf Altbewährtes zurückgreift. Für mich gilt es zum einen meinen inneren Schweinehund lieb zu umarmen, damit er Ruhe gibt. Zum anderen will ich erkennen, was mir fehlt, damit ich es ausgleichen kann.

Rückbindung zum Selbst
Mudra „Rückbindung zum Selbst“

Fazit daraus: weiter forschen was ich an Essen brauche, geduldiger mit mir werden, meinem Körper besser zuhören, mehr für meine Seele tun. Wie zum Beispiel das Mudra für die Rückbindung zum Selbst. Dazu einfach rechten Mittelfinger und rechten Daumen zu einen Kreis schließen. Die restlichen Finger ausstrecken. Mit der linken Hand die rechte so umschließen, dass der linke Daumen in der Mitte der rechten Handfläche zu liegen kommt. Die restlichen Finger der linken Hand liegen locker am rechten Handrücken. Für 3-5 Minuten halten. Mehrmals am Tag wiederholen. Seitenwechseln.

Tilia

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  1. Tilia sagt:

    Ach ja… wenn wer unter euch Rohkost-Tipps für mich hat, freue ich mich!

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