Und was bist du?

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??? Ah, du meinst wie ich mich ernähre? Tja, bin ich Vegetarierin, Veganerin, vengane Rohköstlerin, vegetarische Rohköstlerin, alles essende Rohköstlerin oder doch alles falsch machende Rohkostanwärterin?

Als Neuling auf dem Gebiet der Rohkost, bin ich immer wieder am recherchieren, was Rohkost ist und was nicht. Bisher habe ich viele unterschiedliche Ansätze gefunden. Der rote Faden ist einzig und allein – alles roh. Doch was genau roh(kost) ist, wird unterschiedlich definiert. Für die einen ist es mit Lebensmitteln in Rohkostqualität herkömmliche Kochkost nachzustellen, für die anderen ist es der tägliche Spaziergang in Wald und Wiesen um sich zu holen, was die Natur zu geben vermag.

Was es für mich ist? Nun ja… ich esse ja noch Kochkost, wenn auch mein ungekochter Anteil überwiegt. Ich habs auch noch gerne, wenn das Essen zwischendurch wie Kostkost angerichtet ist. Für mich ist das der Weg, für anderen ein anderer.

Wenn ich die einzelnen Internetseiten und -blogs und Bücher lese, werde ich oft ganz schwindlig. Darf ich nun etwas bis 43° erhitzen oder bis 45° oder ist doch 37° die Grenze. Darf ich einen Apfel und gleich danach eine Banane essen oder schädige ich damit meinen Körper? Müssen Nüsse und Samen immer gekeimt sein oder mute ich meinem System etwas völlig unverdauliches zu, wenn ich sie so esse?

Es mag bestimmt irgendwo die einzig richtige Wahrheit geben – die gibt es immer, für irgendwen. Doch bin ich für mich überzeugt, dass ich noch nie zuvor so bewusst eingekauft und gegessen habe, mich noch nie zuvor so sehr mit Ernährung auseinander gesetzt habe und noch nie zuvor so sehr auf meine körperlichen Reaktionen geachtet habe wie jetzt. Deshalb weiß ich, dass ich meinen Körper mit meiner derzeitigen Ernährungsform nicht mehr schädige als vorher. Ich habe auch jahrzehntelang mit völliger Unwissenheit gegessen und überlebt. Ich mache es für mich genauso wie es sich für mich richtig anfühlt. Die Rezepte die ich hier einstelle sollen eine Anregung sein mal etwas Neues aus zu probieren. Jeder Mensch hat schließlich die Fähigkeit für sich selbst zu entscheiden und zu merken was sein Weg ist.

Mir tut es sehr gut soviel Rohkost zu essen (auch wenn es für manch andere nicht Rohkost ist, was ich esse). Ich fühle mich leichter, bin nach dem Essen nicht müde. Doch habe ich auch Laster (Abhängigkeiten) wie Zucker und Weißmehl. Hm, was soll ich sagen? Ich bin Mensch, ich lebe. Und – vielleicht noch wichtig zu erwähnen – ich bin keine Rohköstlerin (egal mit welcher Ausrichtung), ich interessiere mich jedoch sehr dafür. Und ob es eines Tages soweit ist, wird sich zeigen.

Ich habe die Definition Rohkost nach Schweizer Konvention im Netz gefunden. Die möchte ich euch nicht vorenthalten:

Definition Rohkost nach der Schweizer Konvention
Rohkost ist lebendige Nahrung, die bestimmte Kriterien erfüllen muß:
1. Ernte im höchst möglichen Reifepunkt
Unreife, nachgereifte oder überreife bis angegammelte Produkte sind keine Rohkost
2. Ausschließlich pflanzliche Produkte
Jegliche Form eines tierischen Produktes wie Milchprodukte, Fleisch, Fisch, Ei, Honig…. ist keine Rohkost, auch wenn es als z.B. Roher Schinken, Rohmilchkäse, roh getrockneter Fisch bezeichnet wird.
3. Geringe Temperatur (möglichst unter 37°C) und geringe Haltbarkeit
Solange das Urprodukt noch fest über die gesamte Pflanze mit der Erde verbunden ist (z.B. als Same, Frucht, Blatt) können Temperaturen über 37°C kaum eine Schädigung verursachen, da die Pflanze sich den natürlichen Umgebungsbedingungen
angepaßt hat. Nach der Ernte können die Pflanzen und die einzelnen Pflanzenteile Blatt, Blüte, Frucht, Same, Stengel und Wurzeln im rohen und ungetrockneten Zustand nur eine kurze Zeit überdauern. Sogenanntes Wintergemüse und Winterobst
hat eine längere Haltbarkeit. Frost führt bei vielen Pflanzen zu Schädigungen und ist in solchen Fällen zu vermeiden.
Werden Pflanzenteile getrocknet, um sie längerfristig haltbar zu machen, darf die Trocknungstemperatur 37°C möglichst nicht überschreiten. Bei Saaten (und Nüssen) darf die Trocknungstemperatur bis 45°C betragen, da durch die Verdampfungskälte beim Trocknen ein Kühleffekt entsteht. Wichtig ist, daß keine Eiweiß- und Enzymschädigung geschieht. Dies läßt sich z.B. durch die Keimfähigkeit nachweisen. Es gilt generell: je tiefer die Trocknungstemperatur (aber trotzdem über dem Gefrierpunkt), desto höher die Qualität der Saat und desto länger die Haltbarkeit.
Wenn aus den Lebensmitteln Rohkostprodukte produziert werden wie Öle, Mousse, angekeimte und getrocknete Massen, dann darf die Herstellungstemperatur effektiv nicht höher als 37°C sein. Das benutze Trocknungsverfahren sollte so gewählt
sein, daß keine Schädigung des Endproduktes geschieht (pH-Wert-Erniedrigung, unkontrollierte Fermentation). Es ist ein achtsamer Umgang bezüglich der Temperatur bei allen Arbeitsschritten von der Ernte über die Trocknung (falls notwendig),
den Transport, die Lagerung bis hin zur Weiterverarbeitung zum Rohkostprodukt geboten. Rohkostprodukte sollten nicht ohne Kühlung über 37°C transportiert und gelagert werden. Das gleiche gilt für Rohkost-Produkte, die auf Grund ihres […weiterlesen]
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